Farbzeiten

Farbzeiten

Wie Farben auf Menschen wirken.
Sozialgeschichtliche Erfahrungen mit Farben.

von Edgar Diehl

Erschienen am 01.04.2011
336 Seiten
Format: 15,8 X 24,0
Broschur mit Klappen
52 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-927369-57-3

Aktualisierte Neuausgabe!

„Farbzeiten“ ist ein unverzichtbares Kompendium für alle, die mit Farbe gestalten und sich der Verantwortung über die damit verbundenen Wirkungen auf die Persönlichkeit des Menschen bewusst sind. Allgemein wird geglaubt, die Wirkungen der Farben seien individuell grundverschieden. Edgar Diehl zeigt mit seinem Buch, dass Farben jedoch universelle Qualitäten besitzen, die nicht nur ähnliche Resonanzen in Menschen unterschiedlicher Kulturkreise auslösen. In der Farbigkeit der vom Menschen geschaffenen Welt kann vielmehr auch etwas Kollektives - der Zeitgeist - abgelesen werden: Edgar Diehls sozialgeschichtlicher Diskurs über die Farbe führt uns vor Augen, durch welche soziokulturellen Epochen unsere Gesellschaft seit dem Zweiten Weltkrieg gegangen ist, indem er die dominierenden Farben der Dekaden einer farbpsychologischen Betrachtung unterzieht.
Dabei ist für Diehl die Forschung des großen deutschen Farbpsychologen Heinrich Frieling von zentraler Bedeutung. Ausgehend von dessen bahnbrechenden Erkenntnissen nutzt Diehl die psychologische Wirkung von Farbe, um in besonderer Weise auf die Lebenssituation der Auftraggeber seiner Bildwerke einzugehen. Hier sind nicht nur die eigenen Werke Diehls von hoher Aussagekraft. Das Buch enthält darüber hinaus erstmals alle 386 paarweisen Kombinationen der Frieling´schen Farben mit ihren psychologischen Wirkungsbeschreibungen und empfiehlt sich somit auch als Nachschlagewerk.
„Farbzeiten“ ist ein vielschichtiger Einblick in die Werkstatt eines zeitgenössischen Künstlers, der Farbe vor allem als Instrument im subtilen Dialog zwischen Intellekt und Bewusstsein versteht. Verbunden mit der humorvollen Schilderung seiner eigenen künstlerischen Entwicklung setzt sich der Autor mit grundlegenden Fragen der künstlerischen Ausbildung und der Praxis und Ethik der bildenden Kunst auseinander.
Edgar Diehls kunsttheoretischer Ansatz ist in der gegenwärtigen Kunstlandschaft ungewöhnlich: Sein konsequent geistiges, auf den Menschen bezogenes Konzept macht „Farbzeiten“ zu einem inspirierenden lese-, Schau- und Nachfühlbuch für alle, die bereit sind, die Welt mit neuen Augen zu sehen.

Das Buch ist eine um die Dekade 2000–2010 erweiterte und aktualisierte Neuausgabe des ursprünglich 2005 erschienenen und inzwischen vergriffenen Werks.

Farbzeiten
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Rezensionen

von Dr. Elke Schulz am 18.09.2006 in amazon.de

 Selten zuvor habe ich Farben so intensiv und mit einer so strahlenden Dimension begreifen dürfen.

von Ulrike Brandenburg am 17.11.2005 in Wiesbadener Tagblatt

 "Farbzeiten" heißt das Buch des Wiesbadener Malers Edgar Diehl. Frisch erschienen ist es, und zwar im Drachenverlag mit Sitz in Klein Jasedow. Allein der Publikationsort ist eine Geschichte wert - nämlich diejenige einer Gruppe kreativer Wessis, die auszog, um im Osten ein neues Leben zu beginnen. Dass Edgar Diehl die Partner seiner Publikation ausgerechnet hier fand, passt zu Stimmung und Thema seines Buches.


In "Farbzeiten" geht es um die vitale, zuweilen revolutionäre Kraft der Farbe, um ihre psychologische Wirkung und ihre Fähigkeit, den Alltag mit motivierender Energie aufzuladen. "Wie die Farbe der Seele hilft" lautet der vielleicht etwas zu esoterisch geratene Untertitel, denn Diehl hat durchaus handfeste Erkenntnisse anzubieten.
Zur theoretischen Grundlage seiner Darstellung hat Diehl die Überlegungen des Altmeisters der Farbpsychologie, Heinrich Frieling, gewählt. Dessen differenziertes Bezugssystem von Farbe und mentaler Konstitution hatte im vergangenen Jahrhundert zur Entwicklung eines Farbtests geführt, der verborgene Dimensionen der Persönlichkeit zu offenbaren vermag. Diehl nutzt diese Erkenntnisse, um mit Farbe in den Alltag einzugreifen - mit seiner vorliegenden Schrift und mit seiner künstlerischen Arbeit.
Weil die Auseinandersetzung mit der asiatischen Religion dem Künstler die hohe Wertigkeit des Sozialen bewusst machte, nahm der Maler Diehl wiederholt Aufträge zur Gestaltung des öffentlichen Raumes an. Das von Diehl entworfene Schwalbacher Apothekermuseum bringt Farbe und Lebensqualität in den Ort. Für Privaträume entwirft der Künstler Farbreliefs, die die Situation der Auftraggeber spiegeln und ihren Bedürfnissen nachkommen. Erläuterungen dieser Farb-Arbeit finden sich zuhauf in dem Buch, dessen Einzelkapitel übrigens jeweils einem Farbcharakter gewidmet sind. Bei dessen Sichtbarmachung begegnet nur ein Bedauerliches: All zu oft werden fragliche Gender-Bezüge gesetzt. Dass aktives Rot ein Symbol des Männlichen und passives Blau ein Symbol des Weiblichen ist, ist in dieser Ausschließlichkeit überholt.